Out-of-Home-Displays – Gestaltung und Wirkung digitaler (Online-)Medien im öffentlichen Raum

Ursula Stalder

Die Mediatisierung des Alltags, resp. die damit einhergehenden Veränderungsprozesse medial vermittelter Kommunikation ist im öffentlichen (urbanen) Raum deutlich sichtbar. An zunehmend mehr städtischen Orten vermitteln uns digitale Mediensysteme Information, ermöglichen Kommunikation und Interaktion, zeigen Werbung (Adscreens, e-Boards etc.), oder dienen dem architektonischen Entwurf (Medienfassaden), der Markeninszenierung (Flagship Stores, Brandscapes) oder der künstlerischen Intervention (Urban Screens, Public Screens). Insgesamt spannt sich hier ein Forschungsfeld auf, das als Querschnittsthema zwischen Informatik („pervasive computing“ als Entwicklungskontext), Architektur- und Stadtplanung (physischer, sozialer Raum als Anwendungskontext) sowie Bewegtbildkommunikation (Gestaltungskontext) zu verstehen ist.

Der vorliegende Beitrag stellt die grundsätzliche Frage nach den kognitiven und perzeptuellen Grundlagen, die die Wahrnehmung von digitalen Medien im öffentlichen Raum bedingen, resp. nach den determinierenden Variablen ihrer Gestaltung und Wirkung. Dann wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung diese medialen Inszenierungen von Produkt und Marken im öffentlichen Raum im Rahmen des Brand- und Marketingmanagement übernehmen, und welche Rolle der Kategorie „Raum“ dabei zukommt.