MACH Cinema – Koppelung von Verkaufs- und Befragungsdaten

Nina Bender

Das erfolgreiche Kinojahr 2010 hat es erneut gezeigt: Der Kinobesuch stellt mehr denn je eine belieb¬te Freizeitaktivität dar und bietet mit der 3. Dimension nicht nur den Zuschauern ein noch authenti¬scheres Erlebnis, sondern auch der Werbung attraktive neue Werbemöglichkeiten.

Nach der erfolgreichen Markteinführung der neuen Kinostudie MACH Cinema liegt bereits die zweite Ausgabe vor. Durch die 2009 eingeführte Studienreihe können nun bereits seit einem Jahr differen¬zierte Aussagen zu den Schweizer Kinobesuchern jeder einzelnen Kinowoche gemacht werden. Die Koppelung von Verkaufszahlen und Befragungsdaten und die damit gelungene Verbindung der Vorteile der beiden Erhebungsmethoden garantieren eine hohe Validität der Studie. Indem die publizierte Währung auf den Ticketverkaufszahlen der letzten drei Jahre basiert, wird die Stabilität zusätzlich erhöht – eine Grundlage für die effiziente Planung von Kinokampagnen.

Die heutige Kinoforschung wird durch die Zusammenarbeit der WEMF mit der Publicitas Cinecom AG und mit dem Schweizerischen Branchenverband für Kino und Filmverleih ProCinema ermöglicht. So werden die im Rahmen der schweizweiten MACH-Befragungen der WEMF erhobenen Daten an den von ProCinema bereitgestellten effektiven Verkaufszahlen justiert. Die Struktur- sowie Konsumdaten stammen dabei weiterhin aus den Befragungen der WEMF.

Der geplante Vortrag konzentriert sich v.a. auf die Methodik der Koppelung der beiden Datenquellen und denn damit verbundenen nötigen Vorabbearbeitungen der Daten. Gleichzeitig besteht weiterhin Entwicklungspotential, welches ebenfalls aufgezeigt werden soll.

Grundsätzlich wird das Kontaktsummen- und Reichweitenniveau der Befragungsdaten an den Durch¬schnitt der letzten drei Jahre der Billettverkaufsstatistik von ProCinema angeglichen. Mit Rücksicht auf die Befragungsdaten müssen die Angaben aus der Billettverkaufsstatistik an die eingeschränkte Grundgesamtheit der MACH-Befragungen angepasst werden. Das bedeutet, dass Eintrittstickets von Personen, die nicht der MACH-Grundgesamtheit angehören, aus der Billettverkaufsstatistik entfernt werden. Dies betrifft vor allem Eintrittstickets an unter 14-Jährige sowie an Personen, die im grenz¬nahen Ausland leben.